Pramer, Hans

Hans Pramer
Hans Pramer in Schutzbunduniform (Foto: SPÖ Halein)

Hans Pramer,  geboren am 10. Oktober 1882 in St. Veit, Bezirk Rohrbach OÖ, war von Beruf Eisenbahner und schon seit jungen Jahren aktives Mitglied der sozialdemokratischen Partei, insbesondere im Gasteinertal. Später kam Hans Pramer nach Werfen und war ab 1917 Vertrauensmann der Lokalorganisation. Anschließend ging er nach Hallein und war hier viele Jahre Funktionär der Lokal- und Bezirksorganisation, Angehöriger des Republikanischen Schutzbundes und bis 1934 Obmann der Eisenbahnergewerkschaft im Bezirk Hallein. Nach dem Verbot der Partei schloss er sich den Revolutionären Sozialisten und der illegalen Gewerkschaftsbewegung an.  1942 wurde Hans Pramer verhaftet und wegen Hochverrates vom Volksgerichtshof in Berlin zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, er starb am 29. Mai 1943 im Zuchthaus Landsberg (Oberbayern).
Die Stadt Hallein benannte im April 1945 den Kornsteinplatz nach Hans Pramer. Da der historische Name des alten Platzes nicht aus dem Sprachgebrauch der Halleiner Bevölkerung zu verdrängen war, entschied die Gemeinde 1967 die Rückbenennung des Kornsteinplatzes und die Benennung des Bahnhofsvorplatzes mit Hans-Pramer-Platz.

Pramerplatz