Gruber, Rudolf

Über Rudolf Gruber sind nur wenige Fakten bekannt. Er wurde am 15.11.1893 in Hallein geboren, zuletzt war er in der Dorrekstraße 26-28 (seinerzeit  war es das Haus Karl Dorrekstraße 428,  vielen noch als “Zellulose-Altersheim” bekannt) im Parterre wohnhaft. Auf seinem Meldezettel ist als Beruf  „Lohnverrechnungsbeamter“, als Religionsbekenntnis „römisch-katholisch“ und als Familienstand „ledig“ angegeben. Weiters ist am Dokument vermerkt, dass Rudolf Gruber im September 1938 aus dem Gefangenenhaus Garsten  nach Hallein zurückkehrte.  Die Abmeldung erfolgte nach München. Am 26.08.1939 kam Rudolf Gruber ins KZ Dachau und wurde von dort genau ein Monat später ins KZ Buchenwald überstellt. Gestorben ist er „offiziell“ am 05.06.1944 im KZ Mauthausen. In Wahrheit wurde er im Rahmen der Aktion 14f13, einer Tarnbezeichnung für die medizinische Selektion und Tötung von  KZ-Häftlingen, von Mauthausen in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz abtransportiert und dort vergast. Das genaue Todesdatum ist unbekannt.

Altersheim Dorrekstraße