Hutter, Karl

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KZ Mauthausen – Häftlinge im Steinbruch; Foto: AP/ USHMM

Zu Karl Hutter sind nur wenige Fakten bekannt.  Geboren wurde er am 1. September 1895 in Vöslau, Bezirk Baden, als Beruf  wurde Fleischhauer vermerkt.  1935 meldete er sich  von Hall in Tirol kommend erstmals für wenige Tage in Hallein an.  1937 wohnte Karl Hutter einige Zeit am Bayrhamerplatz, später am heutigen Lindorferplatz. Dort wurde er im Oktober 1938 laut Eintrag am  Meldeschein verhaftet. Am 8. Juli 1939 erfolgte die Internierung im Konzentrationslager Dachau. Im Eingangsbuch findet sich folgender Eintrag:  Häftlingsnummer: 34551 | Art: PSV* |  Stand : ledig | Kinder: 1 | Religion: ev. | Beruf: Steinhauer (?) | Überstellung nach Mauthausen am 27. September 1939. 
Auf den Todeslisten des Konzentrationslagers Mauthausen ist der Todestag von Karl Hutter mit 1. März 1940 aufgeführt.

*) Die Abkürzung PSV steht für Polizeiliche Sicherungsverwahrung. Die Einweisung dieser Häftlinge, im Lagerjargon „Berufsverbrecher“ genannt  erfolgte durch die Kriminalpolizei. Es handelt sich hierbei um Personen, die in der Vergangenheit mit dem Strafgesetz in Konflikt gekommen waren und zumindest zwei Vorstrafen mit jeweils mindestens sechs Monaten Haftstrafe aufwiesen. Die gesetzliche Basis für diese Lagereinweisungen bildete das sogenannte „Gewohnheitsverbrechergesetz“1, das es ermöglichte, neben der gerichtlichen Strafe zusätzlich Sicherungsverwahrung zu verhängen, „wenn die öffentliche Sicherheit es erforderte“.