Schober, Rudolf

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Eingangstor zum KZ Dachau

Rudolf Schober kam am 6. März 1910 in Traun bei Linz zur Welt. Anfang 1934 übersiedelte er nach Hallein. Davor war er laut Meldeschein auf Wanderschaft. 1939 erfolgte seine Verhaftung wegen „Dienstpflichtverweigerung am Arbeitsplatz“ und die Überstellung ins Gefangenenhaus Salzburg. Ende August 1940 meldete er sich erneut in Hallein an. Knapp ein Jahr später wurde er in das KZ Flossenbürg deportiert. Seine Häftlingsnummer in dem in der Oberpfalz nahe der Grenze zu Tschechien gelegenen KZ lautete 2827. Seine Verhaftung und Verschleppung ging auf eine Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung durch die Polizei des Innenministeriums von 1937 zurück. Damit wurde die Vorbeugehaft für sogenannte Berufs- oder Gewohnheitsverbrecher reichsweit vereinheitlicht und erweitert auf Personen, die durch ihr asoziales Verhalten die Allgemeinheit gefährden würden. Ende Oktober 1942 ging es für Rudolf Schober weiter in das KZ Dachau. Am 30. Oktober wurde er hier unter der Nr. 38289 registriert. Im Eingangsbuch ist über ihn vermerkt: Stand: ledig | Kinder: 0 | Religion: r.k. | Beruf: Traktorenführer | Wohnort: Hallein, Wichtlhuberstraße 56 (heute das Haus mit der Nr. 9). Auch in Dachau musste Rudolf Schober den schwarzen Winkel der sogenannten „Asozialen“ tragen. Als sein Todestag ist der 18. Juni 1943 vermerkt.

Unbenannt
Eintrag im Eingangsbuch des KZ Dachau