Schmittner, Herbert

Herbert Schmittner, geb. am 2. August 1940 in Meran, wurde im Alter von drei Jahren vom Gaufürsorgeamt des Landrates, Kreis Hallein,  in die „Wiener. Städtische Nervenklinik für Kinder“ eingewiesen. Am 5. August 1943  wurde das Kind „Am Spiegelgrund“ aufgenommen.  Wenige Tage später schrieb Dr. Marianne Türk in das Untersuchungsprotokoll: „Körperlich hochgradig unterentwickeltes, sehr blasses, rothaariges Kind […] es ist völlig teilnahmslos und der Kontakt, den man mit ihm herstellen kann, ist nicht nennenswert […] Kopfhaar fuchsrot, leicht gelockt, fein, mäßig, dicht glänzend. Augenbrauen und Wimpern ebenfalls rötlich […]  Ohren schlecht modelliert.“ (Quelle: Wiener Stadt- und Landesarchiv ) Am 20. August 1943 vermerkte Dr. Illing: „Seit einigen Tagen schwere Darmentzündung mit starken Durchfällen und Blutbeimischung.“ Am 27.August 1943 erfolgte die Meldung des Kindes an den Reichausschuss in Berlin: „Dauernde vollständige Pflegebedürftigkeit“.  Am selben Tag schreibt der Vater aus Hallein an die Anstaltsleitung. Am 3. September 1943 wurde das Antwortschreiben in Wien aufgegeben, drei Tage später starb Herbert Schmittner „unerwartet“ während der frühen Morgenstunden.

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