Schörghofer, Kajetan

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Bei Kajetan Schörghofer erwiesen sich die Recherchen als besonders schwierig und  wenig ergiebig. Sein Name taucht zwar ab und an in Archiven auf, Essentielles war aber leider bisher nicht sehr viel zu finden. Bekannt ist, dass er am 18.11.1906 in Hallein geboren wurde. Sein Meldeschein aus dem Jahr 1932 weist aus, der er von Beruf `Chauffeur´, sein Glaubensbekenntnis `katholisch´ und sein Familienstand `ledig´ war.

Als weitere Fakten konnten eruiert werden, dass Kajetan Schörghofer am 10. März 1942 in der Kategorie „Politischer“ als sogenannter Schutzhäftling in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurde. Seine Häftlingsnummer in dem nördlich von Berlin gelegenem Lager lautete 41481.  Untergebracht war er im Häftlingsblock: 53, R 5.
Sieben Monate später erfolgte mit einem Krankentransport  die Überstellung nach Dachau.  Die Ankunft im ersten von den Nationalsozialisten durchgehend betriebenen KZ erfolgte am 11. Oktober 1942. Im Eingangsbuch findet sich an diesem Tag sein Name registriert mit  der Häftlingsnummer 37447.  Zu Jahresbeginn 1944 wurde Kajetan Schörghofer nach Lublin in Ostpolen weitertransportiert. Über sein weiteres Schicksal im KZ Majdanek ist so gut wie nichts bekannt. Die meisten Dokumente und Akten wurden von der SS vor der Befreiung durch die Rote Armee vernichtet. Dadurch gibt es keine Information zu seinem Tod und ist auch sein Sterbedatum nicht belegt.  Kajetan Schörghofer kam mit  gemeinsam mit 1.000 weiteren Häftling aus Dachau nach Majdanek.  Das in einem Vorort von Lublin gelegene Lager war nicht für so viele Häftlinge ausgerichtet. Es gab keinerlei Heizung und die hygienischen Bedingungen und die medizinische Versorgung waren katastrophal. Die Sterberate unter den Neuankömmlingen war daher extrem hoch.  Dokumentiert ist, dass  29 Häftlinge bereits den Transport nicht überlebten, 341 innerhalb kurzer Zeit starben ,  und dass die Überlebenden später in die Lager Natzweiler, Gross-Rosen oder  KL  Auschwitz transportiert wurden. Ein Dokument von Kajetan Schörghofer ist jedoch erhalten geblieben. Es belegt penibel, dass vom neu ankommenden Häftling mit der Nr. 37447 Dreißig Reichsmark konfisziert wurden.

Ein bemerkenswerter Hinweis zu Kajetan Schörghofer findet sich  im Buch „Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934 -1945“, Hrsg. DÖW, Band 1, S. 459

Auch Kajetan Schörghofer aus Hallein versuchte Österreich in Richtung Spanien zu verlassen„.